Rezension

Rezension

// Mogli's Album in Worte gefasst von Fans

Himbeereis und Grübeln über die Liebe

 

Moglis Debut „Bird“ (Brilliant Vibes, Frankfurt 2015) ist ein junger und hypnotisierender Blick auf die Narben und Schattenseiten der Zweisamkeit.

Zuversicht und Wehmut gehen Hand in Hand mit der spielerisch-ernsthaften Leichtigkeit einer modernen Songwriterin, die mit lässiger Zurückhaltung von ihrer offenbar sehr gut eingespielten Band getragen wird.

In fein gewebtem Miteinander treffen Folkpickings und zart gespielte LoFi-Gitarren auf Stampf- und Klatschrhythmen, mal auf treibenden Blechbläsersoul oder einen raffiniert-hintergründigen Schlagzeugbeat, und immer auf die klare und vielseitige Stimme von Mogli, helldunkel, bittersüß und traumwandelnd nachdrücklich.

Und genau das macht's so schön! Eine so gelungene Mischung aus zurückhaltender Einfachheit und ebenso zurückhaltender Komplexität, die Verbindung von Spielfreude und Nachdenklichkeit, diese Begegnung von Mädchen und Magierin ist ein Kunstgriff.

„Bird“ ist ein sehr kurzes und ein sehr kurzweiliges Album geworden, handgemacht, ehrlich und bei all dem mystischer als erwartet. Da finden sich Rhythmen für den Bauch, persönliche Lieder voller Fragen an das Herz, Harmonien die aufhorchen lassen ohne abzulenken, ein Soundtrack für den Blick aus dem Fenster des Beifahrersitzes. Alles ist clever arrangiert und doch einfach, gedankenvoll und doch nie kopflastig - denn bei aller Transparenz und Liebe zu gutem Klang bleibt in den zu entdeckenden Ecken und Nischen viel Platz, verloren zu gehen oder – jup! - mitzusingen und zu tanzen!

Falk Holzfeld

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