Rezension 2

Rezension 2

// Mogli's Album in Worte gefasst von Fans

 

Mogli – war das nicht der Knabe aus dem Animationsfilm? Ja. Und nein. Auch eine aufstrebende, junge Musikerin bedient sich dieses Namens, den man sich ihretwegen auch unbedingt merken sollte.
Mogli, mit richtigem Namen Selima Taibi, ist eine Künstlerin, die sich diese Bezeichnung verdient hat. Sie war im letzten Jahr bester Nachwuchs-Act beim Women of the World Festival 2014, trat im Deutschen Pavillon der Expo 2015 in Mailand auf und brachte vor kurzem ihr Debütalbum „
Bird“ heraus.

Mogli's unverkennbare, feinfühlige Stimme ist ihr Alleinstellungsmerkmal. Gepaart mit ihrem Talent, den Hörer die durch ihre Songs transportierten Emotionen und Geschichten hautnah spüren zu lassen und der Unterstützung des sie umgebenden Künstlerkollektivs ergibt sich eine schlagkräftige Kombination aus Natürlichkeit und Kreativität.

Ihr erstes Werk beinhaltet acht Stücke mit unterschiedlichen Themen und Klangbildern.
Es ist anfangs ein schönes, unschuldiges Hineinstolpern in dieses Album.
Man wird von ruhigem, gleichmäßigen Klavierspiel empfangen und Mogli's Stimme leitet einen, zusammen mit einer Backing Vocal, sanft wie eine Nachtigall durch das erste Stück mit dem Titel „Bird“. Von der erzeugten Atmosphäre erinnert es an Adele's Skyfall.
Bis zum Zwischenspiel folgen noch drei weitere Titel. Zuerst ein ruhiger, an den Minnesang vergangener Tage erinnernder Song, bei der die Percussions am Ende die anfangs etwas schwermutige Stimmung deutlich aufhellen.
Diese Auflockerung wird mit dem Track „We go up“ fortgesetzt, der einen beim Hören definitiv nicht still sitzen lässt. Der letzte Song „Polaroid Picture“ vor dem Zwischenspiel behandelt die Vergangenheitsbewältigung (This Polaroid picture is more than just a memory/It reminds me that you’re not near/It ensures that the pain is still here) und ist eher in die Kategorie „Nachdenklich“ einzuordnen.
Das Zwischenspiel wurde als Zensur passend eingesetzt. Man kann ohne Schwierigkeiten abschalten und das reine Klavierstück auf sich wirken lassen.
Dem folgt ein Song, der die Naturelemente thematisiert und eine scheinbare Orientierungslosigkeit offenbart.
Das vorletzte Stück ist der gefühlte emotionale Klimax des Gesamtwerks, der gerade durch die Drums hervorsticht.
Abgerundet wird das Album durch ein Stück, welches noch einmal das Gesangstalent der Künstlerin hervorhebt und auch ansonsten keine Fragen offenlässt, sondern dazu verleitet, ihr zu folgen und dem Charme, den sie versprüht, zu erliegen.

Mogli's Debütalbum ist ein rundum gelungenes Werk, mit dem sie die ersten Schritte auf dem Weg ihrer noch jungen Karriere gegangen ist.
Es macht definitv Laune und Lust auf mehr, den vielfältigen Stilrichtungen ihrer Lieder zu begegnen. Der Einsatz der Instrumente ist gut mit der musikalischen Wirkung der Songs abgestimmt, die weibliche Begleitstimme sollte jedoch öfter zu hören sein.

Selbst beim mehrmaligen Hören der Songs entdeckt man immer wieder neue Akzente und Nuancen, welche die unbeschwerte Art, mit der hier Musik gemacht wird, unterstreichen. 

Kim Alexander Baginski

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